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Templin
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Templin [] ist die flächengrĂśĂte Stadt im Landkreis Uckermark im Norden Brandenburgs und staatlich anerkannter Kurort mit der Artbezeichnung Thermalsoleheilbad. Trotz ihrer nur rund 16.000 Einwohner ist sie der Fläche nach die achtgrĂśĂte Stadt Deutschlands. BezĂźglich der Einwohnerzahl ist Templin eine Kleinstadt.
Contents
⢠Geographie
⢠Stadtgliederung
⢠Geschichte
⢠Seit 1990
⢠Eingemeindungen
⢠Politik
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Flagge
⢠Dienstsiegel
⢠Ăberblick
⢠Verkehr
⢠Bildung
⢠Sport
⢠Ehrenbßrger
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Templin liegt im Naturraum der Templiner Platte. Sßdlich erstreckt sich das Waldgebiet Schorfheide. Das Naturschutzgebiet Knehden Moor als Teilfläche der Stadt Templin ist heute Teil Netzowsee-Metzelthiner Feldmark, sämtlich in der Gemarkung von Templin gelegen.
Stadtgliederung
Die Stadt Templin gliedert sich laut ihrer Hauptsatzung neben der Kernstadt Templin in folgende Ortsteile und bewohnte Gemeindeteile:cite-ref-hauptsatzung-2-0[2]
⢠Ahrensdorf
⢠Beutel
⢠Gandenitz
⢠Gollin mit dem bewohnten Gemeindeteil Reiersdorf
⢠Groà DÜlln mit den bewohnten Gemeindeteilen Bebersee, Groà Väter, Klein Väter und Klein DÜlln
⢠Grunewald
⢠Hammelspring mit dem bewohnten Gemeindeteil Alsenhof
⢠Herzfelde
⢠Hindenburg
⢠Klosterwalde mit dem bewohnten Gemeindeteil Metzelthin
⢠RÜddelin
⢠Storkow
⢠Vietmannsdorf mit dem bewohnten Gemeindeteil Dargersdorf.
Auf dem Gebiet der Stadt Templin existieren weiter folgende Wohnplätze:cite-ref-dienstleistungsportal-3-0[3] Albertshof, Albrechtsthal, Annenhof, Bandelowshof, BaĂdorf, Birkenhof, Christianshof, DĂśllnkrug, Dollshof, Dorettenhof, Drei Häuser, Dusterlake, EselshĂźtte, Etashof, Fährkrug, Fennluch, FĂśrsterei, Forsthaus Buchheide, Forsthaus Krams, Forsthaus Laatz, Forsthaus Ringofen, Gleuenhof, Gut Gollin, Heckenhaus Hoheheide, Heinrichshof, Henkinshain, Hohenfelde, Joachimshof, Kannenburger Schleuse, Karlshof, Kienheide, Klosterwalder MĂźhle, Knehden, Kuckucksheim, KĂźstrinchener Weg, Lindenhof, Ludwigshof, Morgenland, Moritzhof, Moses Krug, Netzowcite-ref-4[4], Papenwieser Weg, Paulinenhof, Postheim, Reinfeld, Rieckshof, Schleuse Schorfheide, Schmidtshof, Schulenburgslust, Schulzenfelde, Seehof, Steindamm, Steinfeld, Stempnitz, Sydowshof, Torwärterhäuser, Vorwerk Annenwalde âWaldhusâ, Waldhaus, Waldhof, Weiler, Werderhof und Wucker.
Geschichte
8. bis 14. Jahrhundert
FĂźr die Herkunft des Namens âTemplinâ wird das germanische Wort timpen, tempen oder tempel mit Bedeutung von âspitzer HĂźgelâ erwogen, was einen Kontakt zwischen germanischen (bis 5. Jahrhundert) und slawischen Siedlern (ab 6. Jahrhundert) voraussetzt. (Vgl. Vom Fischer und seiner Frau, ein Märchen, das die BrĂźder Grimm von einer Quelle in der Nähe Templins sammelten: Mantje, Mantje, timpete, etwa âMondchen, Mondchen, gezipfeltâ, also der Sichelmond.) Eine andere mĂśgliche Quelle ist das slawische Wort tÄ
py bzw. topy in Bedeutung von âstumpfâ. Daneben kommt noch die Ableitung von einem Personennamen âTÄ
p-l-â in Betracht.cite-ref-eichler-walther-5-0[5]
Seit dem 8. Jahrhundert wurde die Gegend um Templin und Lychen von den Retschanen (lateinisch Riaciani) bewohnt. Das Volk gehÜrte zu den Wilzen, die dem westslawischen Bund der Lutizen angehÜrten. In Folge des Wendenkreuzzuges 1147 fiel das Gebiet unter die Herrschaft des Askaniers Albrecht des Bären. Fßr Templin konnte bisher keine slawische Vorgängersiedlung nachgewiesen werden.
Die askanischem Markgrafen Johann I. und Otto III. erwarben um 1230 von den PommernherzĂśgen Wartislaus III. und Barnim I. das Gebiet Barnim. Den Askaniern war der Kauf dieses Platzes sehr wichtig, denn von hier aus konnten sie die hier kreuzenden HandelsstraĂen Ăźberwachen. Zum einen fĂźhrte die HandelsstraĂe von Magdeburg nach Stettin, zum anderen die in Richtung Hamburg durch das Gebiet. Der Standort fĂźr die GrĂźndung Templins liegt auf etwas erhĂśhtem Gelände, das von tiefer liegenden, zum Teil sumpfigen und morastigen Landschaften umgeben ist. Das erleichterte die Verteidigung der Siedlung. Die ersten Siedler kamen aus dem Gegend des Harzes und der Altmark. Fischreiche Seen, wildreiche Wälder und grĂźne Wiesen boten eine sichere Erwerbsgrundlage. Der Handelsverkehr fĂśrderte eine rasche Entfaltung des Handwerks.
Die Stadt erschien im Jahr 1270 erstmals urkundlich als âTemplynâ erwähnt. Die Urkunde vom 2. Oktober 1270 besiegelte den Länderaustausch zwischen den askanischen Markgrafen und dem Bischof Heinrich von Brandenburg. Gleichzeitig erhielt der Bischof die Zusicherung einer jährlichen Zahlung von drei Mark Silber auf die Seen und das Wasser innerhalb der Grenzen Templins. Die älteste erhaltene und in Templin ausgestellte Urkunde stammt aus dem Jahr 1287 und weist auf einen Besuch des Markgrafen Otto IV. hin. In der Folge weilten des Ăfteren Markgrafen und HerzĂśge zu wichtigen Verhandlungen in Templin, wie Urkunden belegen. Zwischen den Jahren 1300 und 1400 wurden die Palisaden durch eine steinerne Stadtbefestigung ersetzt, die Mauer war nach ihrer Fertigstellung 1.735 Meter lang, hatte Fundamente bis zu einer Breite von zwei Metern und verjĂźngte sich bis zur HĂśhe von sieben Metern auf eine Breite von einem Meter. Alle zwanzig bis dreiĂig Meter wurden halbrunde, nach auĂen vorspringende Wiekhäuser in die Feldsteinmauer eingebaut.cite-ref-1-6-0[6]
Eine Urkunde vom 30. August 1314 nennt Templin zum ersten Mal Stadt (Oppidum Templin â lateinisch oppidum âStadt, Kleinstadtâ). Das Dokument belegt die Schenkung einer jährlichen Fischrente aus den Templiner Gewässern an den Vorsteher der Petri-Kapelle auf der Burg Brandenburg, Bischof Friedrich.
Am 25. November 1317 wurde der Friede von Templin nach dem Markgrafenkrieg zwischen einer Koalition norddeutscher Fßrsten und der Markgrafschaft Brandenburg geschlossen. Mit dem Tode 1319 des brandenburgischen Markgrafen Waldemar starb die brandenburgische Linie der Askanier aus. Es kam zu jahrzehntelangen Auseinandersetzungen und ständigen Besitzerwechseln.
Eine Urkunde von 1320 nennt erstmals einen Pfarrer als âmeister Conradâ von Templin. â Die Templiner Ratsherren verstanden es immer wieder, sich neben den Ăźblichen Rechten einer mittelalterlichen Stadt, wie dem Marktrecht, dem Befestigungsrecht und einer Gerichtsbarkeit, zusätzliche Rechte vom jeweiligen Landesherren zusichern zu lassen. Beispielsweise bestätigten im August 1320 die PommernherzĂśge Otto I. und Wartislaw IV. weitere Rechte, am 1. Oktober 1320 sicherte der neue Landesherr Herzog Heinrich II. von Mecklenburg wiederum weitere Rechte zu.cite-ref-1-6-1[6] Im Jahr 1379cite-ref-7[7]cite-ref-8[8] erlaubte KurfĂźrst Sigismund, dass Templin dem BĂźndnis pommerscher Städte mit Stralsund, Stettin, Pasewalk, Prenzlau und Strasburg beitrat, um dem verbreiteten Bandenwesen entgegenzuwirken. Im Frieden von Prenzlau 1479 kam Templin endgĂźltig zu Brandenburg. Erstmals in der Stadtgeschichte Templins ist 1492 ein Stadtbrand nachweisbar: die Stadt brannte fast vollständig nieder. 1504 wurde Templin Sitz einer Propstei; auch nach der Reformation 1539 bis heute ist es Sitz eines Kirchenkreises, zur Superintendentur gehĂśren heute 24 Kirchspiele.
15. bis 19. Jahrhundert
Teile des heutigen Stadtgebietes waren im Mittelalter Besitz des Klosters Himmelpfort. Storkow gehÜrte seit 1335 zum Kloster. Krams war seit 1441 teilweise und seit 1443 vollständig im Besitz des Klosters und fiel später wßst.
1530 und 1564 kam es erneut zu groĂen Stadtbränden unter anderem wurden Kirche und Schule zerstĂśrt. Nach einem Dammbruch am Dolgensee ergoss sich am 5. Februar 1574 eine zwei Meter hohe Flutwelle in Richtung Stadt und lĂśste eine Hochwasserkatastrophe aus. In den Monaten zuvor hatten sich Schneewasserschmelzen angesammelt und brachten einen natĂźrlichen Damm zum Einbruch. Die Flutwelle schwappte durch den Gleuensee in den Fährsee und riss ganze Uferstrecken mit Wiesen und Wald mit sich. Ein Teil der Flut gelangte bis an den Stadtrand. AuĂerhalb der Stadtmauer gelegene Gebäude, Gärten, Wiesen und Felder wurden Ăźberschwemmt. 1595 und 1600 trat der Dolgensee erneut Ăźber seine Ufer. Am 30. Mai 1618 legte ein groĂer Stadtbrand in nur zwei Stunden weite Teile der Stadt in Schutt und Asche. FĂźnf Menschen, 309 Häuser, Kirche, Rathaus und Schule sowie unzählige historische Urkunden wurden Opfer der Flammen. Privilegien konnten somit nicht mehr nachgewiesen werden. In Folge der Brandkatastrophe verlieĂen 64 Familien die Stadt.cite-ref-1-6-2[6] Im Jahr 1622 erteilte der Brandenburgische KurfĂźrst das Privileg fĂźr einen Pferdemarkt. 47 Familien fielen 1626 einer Pestepidemie zum Opfer.
1627 erreichte der DreiĂigjährige Krieg (1618â1648) direkt die Stadt, als dänische Truppen die Stadt belagerten und erpressten, die nach dem Brand von 1618 erst zu zwei Dritteln wieder errichtet war. Nach der Landung der Schweden auf Usedom 1630 lag Templin im Durchzugsgebiet der Truppen, galt als Feindesland und wurde immer wieder geplĂźndert. 1637 war das schlimmste Jahr des DreiĂigjährigen Krieges fĂźr die Stadt und die gesamte Uckermark. Im Gefolge des Krieges hatte es 1626 und 1638 Pestepidemien in der Stadt gegeben. 1638 lebten noch 47 Familien in Templin; 1643 waren es noch 30; vor dem Krieg waren es 413 gewesen. 1641 zogen die Schweden aus Templin ab und nahmen alle Nahrungsmittel mit. Auch die umliegenden DĂśrfer lagen zerstĂśrt.
Ab 1715 bis 1815 gab es ständige oder zeitweise Garnisonen in Templin. Es gab jedoch keine Kaserne; die Soldaten wurden bei BĂźrgern einquartiert. Der grĂśĂte und letzte Stadtbrand in der Stadtgeschichte brach 1735 aus. In weniger als vier Stunden lag die Stadt in TrĂźmmern. Nur die St.-Georgen-Kapelle, die Stadtmauer, drei Stadttore und einige wenige Häuser Ăźberstanden diese Katastrophe. Der Stadtfriedhof auf dem Kirchplatz wurde danach geschlossen. In der Folge wurde 1738 eine erste FeuerlĂśschordnung erlassen: Jeder BĂźrger der Stadt musste eine hĂślzerne Feuerspritze sowie einen ledernen Feuereimer in gebrauchsfertigem Zustand im Hause haben, was regelmäĂig kontrolliert wurde. Nach dem Brand wurde die Stadt planmäĂig wieder aufgebaut. Dies erfolgte unter maĂgeblicher Hilfe des brandenburgischen Landesherrn Friedrich Wilhelm I., der Geld, Holz und Getreide spendierte. Vorrangig wurde der Aufbau der MĂźhlen und der Neuaufbau der Wohnhäuser betrieben. Die StraĂen wurden verbreitert und begradigt, was zu einer schachbrettartigen Bebauung mit zweigeschossigen Fachwerkhäusern fĂźhrte. 1749 wurde die Maria-Magdalenen-Kirche wiedererĂśffnet, 1751 das Rathaus. Beim Wiederaufbau wurden einige Gebäude verändert. Zwei Wiekhäuser wurden zu RundtĂźrmen ausgebaut: der Pulverturm, in dem das SchieĂpulver lagerte, und der Eulenturm, der als Schuldgefängnis genutzt wurde. Das Rathaus wurde im Stil des Barock wiedererbaut.
Die Freigabe des zweiten Finowkanals am 16. Juni 1746 fĂźhrte dazu, dass sich die HandelsstrĂśme an Templin vorbei auf dem Wasserwege verlegten. Templin bĂźĂte wertvolle Zoll- und Steuereinnahmen ein. Der 1745 angelegte Templiner Kanal verband Stadt- und Fährsee mit dem RĂśddelinsee. Damit wurde der Schiffsverkehr bis hin zur Havel mĂśglich. Ăber diesen Wasserweg erfolgten vor allem Holz- und Getreidetransporte nach Hamburg und Berlin.
Während des Siebenjährigen Krieges (1756â1763) wurden von Oktober 1757 bis September 1759 schwedische und 1760 russische Truppen in Templin stationiert. Durch PlĂźnderungen entstand der Stadt ein Gesamtschaden von Ăźber 17.560 Talern. Zudem mussten fĂźr die eigene, preuĂische Armee 7.887 Taler aufgebracht werden. Auch die Napoleonischen Kriege (1792â1815) betrafen Templin. Nach der Niederlage der PreuĂen bei Jena und Auerstedt bewegten sich franzĂśsische Truppen im Rahmen der Besetzung Brandenburgs auch durch Templin. Von 27. Oktober 1806 bis ins Jahr 1808 waren franzĂśsische Truppen in der Stadt stationiert. Sie hinterlieĂen geplĂźnderte und beschädigte Gebäude.
1809 wechselte Templin entsprechend der VerfĂźgung des preuĂischen KĂśnigs Friedrich Willhelm III. aus dem Vorjahr in die Selbstverwaltung. Im selben Jahr wurden die StraĂenzĂźge innerhalb der Stadtmauern in vier Bezirke unterteilt: KĂśnigs-, Prenzlauer-, Berliner- und MĂźhlen-Bezirk. Beginnend 1816 wurde mit Wirkung zum 1. April 1817 gemäà der Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-BehĂśrdencite-ref-9[9] aus Teilen der Uckermark, des Ruppinâschen und des Glien-LĂśwenbergâschen Territoriums der Kreis Templin gebildet. Templin wurde zugleich Kreisstadt.
In Templin grĂźndete sich 1821 der âVerein der Grundbesitzer Templinischen Kreises zur GrĂźndung einer Sparkasse fĂźr den Templiner Kreisâ. Diese wurde am 1. April 1822 im âLandhausâ erĂśffnet.cite-ref-1-6-3[6] 1841 wurde in einem Eckhaus der heutigen SchinkelstraĂe ein Krankenhaus erĂśffnet, damit HilfsbedĂźrftige und Kranke aus dem Kreis Templin fachgerecht versorgt wĂźrden. Am 1. April 1848 erschien die erste gedruckte Zeitung, das Templiner Kreisblatt â ein gemeinnĂźtziges Unterhaltungsblatt fĂźr Stadt und Land. Sie wurde zunächst einmal wĂśchentlich, immer samstags herausgegeben.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in PreuĂen neue HauptverkehrsstraĂen angelegt und alte ausgebaut. Templin wurde dabei nicht berĂźcksichtigt, was sich fĂźr die Stadt nachteilig auswirkte. Es gab keine direkte Anbindung an die Verkehrsknotenpunkte Berlin und Stettin mehr. Mehrere Versuche, in Templin Industrie anzusiedeln, schlugen fehl. Seidenraupenzucht, Seidenindustrie, Maulbeerbaumplantagen, MĂźtzen- und Strumpfmanufaktur und eine Salzfaktorei brachten nicht den erhofften Erfolg. Erst Ende des 19. Jahrhunderts kam die Industrialisierung in Templin voran, nachdem am 1. Mai 1888 die Bahnstrecke LĂśwenbergâTemplin erĂśffnet wurde. Ab dem 24. März 1898 wurde sie nach Prenzlau weitergefĂźhrt, ab dem 15. Dezember 1898 kam die Anbindung nach Britz und ab dem 16. August 1899 die Anbindung nach FĂźrstenberg. Templin lag nun an der Bahnstrecke BritzâFĂźrstenberg. Der Hauptbahnhof an der StraĂe vor dem Berliner Tor war schon 1887 erĂśffnet worden. Ab dem 1. Mai 1900 gab es auĂerdem den Bahnhof Templin Vorstadt. Die Freiwillige Feuerwehr wurde am 26. Juni 1883 gegrĂźndet. 1896 wurde ein privatwirtschaftliches Elektrizitätswerk erbaut und mit der Einrichtung einer elektrischen StraĂenbeleuchtung begonnen. Diese lĂśste die Gasbeleuchtung ab, die es seit 1845 gab. 1898 wurde ein Wasserturm gebaut.
Ab dem 20. Jahrhundert bis zur deutschen Wiedervereinigung
Am 1. Oktober 1901 wurde die Stadt an das Ăśffentliche Fernsprechnetz angeschlossen; zunächst gab es 14 AnschlĂźsse in Templin. Das seit 1896 bestehende Elektrizitätswerk ging in städtisches Eigentum Ăźber. Das System der elektrischen StraĂenbeleuchtung wurde innerhalb und auĂerhalb der Stadtmauern ausgebaut.
Die bessere Verkehrsanbindung fĂśrderte nicht nur die Wirtschaft, sondern legte auch den Grundstein fĂźr den Fremdenverkehr. Ăber die direkte Verbindung nach Berlin kamen viele TagesausflĂźgler nach Templin. am 17. Mai 1908 wurde mit den sechs Häusern des Posterholungsheimes am LĂźbbesee das erste Genesungsheim in Templin eingeweiht.
1905 bekam mit dem Neubau des Kreishauses an der ArnimstraĂe (heute Prenzlauer Allee) die Verwaltung des Kreises Templin einen ständigen Sitz in der Stadt. In den Folgejahren gab es mehrere Schulneubauten: 1906 die Forstschule (heute Waldschule), 1910 die BĂźrgerschule am Eichwerder (heute Städtische Realschule) und 1911 die Städtische Gymnasial- und Mädchenschule durch die Umwandlung der Privatschule an der KirsteinstraĂe (heute KantstraĂe). 1912 zog das Joachimsthalsche Gymnasium von Berlin nach Templin. Ein Jahr später erĂśffneten die PreuĂischen Staatsbahnen eine weitere Bahnstrecke nach FĂźrstenwerder.
Der Erste Weltkrieg (1914â1919) schränkte den Personenverkehr und die Wirtschaft ein. 177 Templiner starben auf den Schlachtfeldern. Der letzte der 71 Kriegsgefangenen kam Ende 1919 wieder nach Hause. Nach Ende des Weltkrieges kam es durch deutsche Gebietsverluste im Osten zu einem starken Zuzug von Emigranten und einer groĂen Wohnungsnot. AuĂerhalb der Stadtmauer wurden darum mehrere Siedlungsgebiete erbaut: ab 1921 entstand gegenĂźber dem Hauptbahnhof die âHindenburg Siedlungâ, ab 1927 vom Dargersdorfer Weg zum Posterholungsheim das âKuckucksheimâ und ab 1930 hinter der HeimstraĂe das âElsternestâ.
Eine BĂźrgerinitiative begann 1922 auf einer Schuttfläche an der ArnimstraĂe (heute Prenzlauer Allee) einen Sportplatz einzurichten, der am 10. Juni 1923 durch BĂźrgermeister Georg Riebeling (1878â1938) feierlich eingeweiht wurde. Mitte 1928 begann der Neubau eines Krankenhauses vor dem Prenzlauer Tor, in der Nähe des Vorstadtbahnhofes. Am 1. April 1930 wurde das Haus mit 102 Betten in Betrieb genommen.
Um eine bessere Verbindung zum Westufer des Templiner Sees herzustellen, wurde 1937 eine BrĂźcke Ăźber den Templiner Kanal errichtet. Das Spandauer Pionierbataillon 23 baute von April bis Mai 1937 eine 108 m lange und sechs Meter breite HolzbrĂźcke in der Nähe der BĂźrgerschule am Eichwerder. Am 9. Mai 1937 wurde sie vom BĂźrgermeister eingeweiht. Im selben Jahr kaufte die Sparkasse das Eckhaus Berliner StraĂe/SchulzenstraĂe. 1940/1941 wurde das Fachwerkhaus um- und ausgebaut und konnte zum 120-jährigen Bestehen der Sparkasse erĂśffnet werden.
Im Jahre 1928 war die Synagoge an der Berliner StraĂe 9 von der kleiner gewordenen jĂźdischen Gemeinde an die Siebenten-Tags-Adventisten vermietet worden. Ungeachtet dessen wurde sie von SA-Männern in der Pogromnacht 1938 in Brand gesteckt. Eine am Vorderhaus 1988 angebrachte Gedenktafel ist nicht mehr vorhanden. Gleichfalls zerstĂśrt wurde 1938 der JĂźdische Friedhof Templin an der BahnhofstraĂe vor dem Berliner Tor.
Im Zweiten Weltkrieg erfolgte am 6. März 1944 ein anglo-amerikanischer Bombenangriff. Der grĂśĂte Teil der Bomben fiel in den Templiner See. Trotzdem starben 300 Menschen. Durch Brände wurden 60 % der Innenstadt zerstĂśrt, darunter mehrere aus Fachwerkhäusern bestehende BaublĂścke und StraĂenzĂźge nordwestlich des Marktes und das Krankenhaus. Das Rathaus war zu einem Drittel zerstĂśrt.cite-ref-10[10] Das Krankenhaus und weitere Ăśffentliche Gebäude wurden beschädigt. Um die Opfer bestatten zu kĂśnnen, legte man einen weiteren Friedhof, den Waldfriedhof an. In den letzten Kriegstagen kam der Krieg nach Templin. Deutsche Truppenverbände lĂśsten sich auf. Ununterbrochen zogen FlĂźchtlinge durch die Stadt. Am 27. April 1945 flĂźchtete ein GroĂteil der BevĂślkerung in die umliegenden Wälder. Am 28. und 29. April besetzte die Rote Armee Templin. Bei Kämpfen wurden 234 Gebäude in der Innenstadt unbewohnbar gemacht und alle BrĂźcken zerstĂśrt. Insgesamt waren 66 % der Innenstadt vernichtet.
Nach Kriegsende waren die wenigen erhaltenen Wohnungen Ăźberbelegt. Durch die Aufnahme von FlĂźchtlingen und Vertriebenen aus den Gebieten jenseits von Oder und NeiĂe stieg zudem die Einwohnerzahl sprunghaft von 8.000 im Jahr 1944 auf 11.500 im Jahr 1945. Im Juli 1945 wurde in der ArnimstraĂe (heute Prenzlauer Allee) der erste Kindergarten Templins erĂśffnet. Im Oktober 1945 wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Zunächst wurden zwei Konfirmandensäle und ein Raum im Postgebäude fĂźr die 22 Klassen genutzt. Ab Herbst 1946 konnten die Räume der Forstschule wieder verwendet werden. Am 1. Juni 1951 konnte das 194 ausgebrannte Gebäude der BĂźrgerschule wieder fĂźr den Unterricht genutzt werden. Es erhielt den Namen Goetheschule. Die Bahnstrecke nach FĂźrstenwerder wurde zurĂźckgebaut und als Reparationsleistung an die Sowjetunion geliefert. In der Nachkriegszeit änderte sich der Kleinstadtcharakter Templins kaum. Land- und Forstwirtschaft blieben die Hauptproduktionszweige, auf deren Grundlage kleinere Verarbeitungsbetriebe entstanden.
Mit der Verwaltungsreform von 1952 wurde der Kreis Templin neu gegliedert. Der Kreis wurde verkleinert und dem Bezirk Neubrandenburg zugeschlagen. Templin blieb jedoch Kreisstadt und Sitz der Kreisverwaltung. Im März 1952 war das Krankenhaus wieder hergerichtet. Der zuvor genutzte Behelfsbau wurde zur Poliklinik. Im Postheim wurde 1952 das FDGB-Ferienheim âAufbauâ als Erholungsheim in Betrieb genommen.
In den 1950er Jahren kam es durch ZusammenschlĂźsse und Verstaatlichung zur Bildung volkseigener Betriebe (VEB), Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH) und landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG). 1950 entstand aus dem kommunalwirtschaftlichen Unternehmen der erste volkseigene Baubetrieb Templins. 1958/1959 wurden die PGH âVorwärtsâ, âPaletteâ, âBauhĂźtteâ und âSteinmetzâ gegrĂźndet. 1953 bildete sich die LPG Ludwigshof und 1958 die LPG Christianshof. Das Bekleidungswerk Zehdenick erĂśffnete 1958 einen Zweigbetrieb in Templin. Hier wurden vor allem Frauen beschäftigt.
Am 31. März 1957 wurde das Heimatmuseum im Prenzlauer Tor erĂśffnet. Die Sammlung war bereits 1953 begonnen worden. Das Gebäude war zuvor von der Feuerwehr genutzt worden, die in ein neues Feuerwehrhaus umzog. Am 19. Juni 1958 wurde ein Sommerzeltlager mit dem Namen âKlim Woroschilowâ der Zentralen Pionierorganisation auf dem Gelände erĂśffnet, auf dem der Jung-Spartakus-Bund 1928 schon ein Zeltlager betrieben hatte. Zwei Jahre später erfolgten die ersten massiven Bauten (wie z. B. KĂźche, Krankenstation u. a.) und ab 1975 die ersten festen Bungalows. In den Sommermonaten wurde es als Pionierlager und im Winter als Schulungs- und Ausbildungsstätte der Zivilverteidigung von Universitäten genutzt.
Von 1963 bis 1967 entstanden auf den geräumten TrĂźmmergrundstĂźcken Wohnblocks, die sich jedoch nicht in die ursprĂźngliche Bebauung einfĂźgten. Es wurden Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen erĂśffnet. Das Rathaus wurde in seiner ursprĂźnglichen Form wiedererrichtet und das wiederaufgebaute Kreishaus erhielt einen Anbau. 1967 begann der Aufbau einer grĂśĂeren Wohnsiedlung am Stadtrand hinter dem Vorstadtbahnhof, deren erste Wohnungen ab Oktober 1972 bezogen werden konnten. 1973 waren bereits 150 neue Wohnungen fertiggestellt. Von 1967 bis 1969 wurde ein neues Wasserwerk errichtet. 1968 entstanden ein Verwaltungszentrum fĂźr den Forstbetrieb, ein Betrieb zur Herstellung von Holzbetonplatten und eine 20 Hektar groĂe Forstbaumschule.
1969 wurde der Zweckverband fĂźr Erholungswesen gegrĂźndet, um den Fremdenverkehr in Templin auszubauen. Am Rande des BĂźrgergartens entstand nahe der SchleusenbrĂźcke ein grĂśĂeres Freizeitzentrum. 1971 wurde die Speise- und Tanzgaststätte BĂźrgergarten (heute Hyparschale) in Betrieb genommen. 1972 begann der Bau des FDGB-Ferienheims Salvador Allende.
Im Laufe der zweiten Sozialisierungswelle von 1972 wurden fast alle Industrie- und Baubetriebe, die noch privat und halbstaatlich waren in Volkseigene Betriebe umgewandelt. In Templin betraf das unter anderem die PGH âBauhĂźtteâ, âPaletteâ und âVorwärtsâ, das Sägewerk und die Kelterei. 1975 nahm das neuerbaute Werk als Hauptbetrieb des VEB Bekleidungswerke Templin (Teil des Kombinat Oberbekleidung Berlin) die Produktion auf. In der Landwirtschaft erfolgte eine Spezialisierung und kooperative Zusammenarbeit. In Templin entstanden 1973 ein Agrochemisches Zentrum (ACZ), eine Meliorationsgenossenschaft, ein Trockenwerk und 1975 eine Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP).
In den 1980er Jahren wurde die LĂźckenbebauung in der Innenstadt in Anlehnung an die historischen Grundrisse fortgefĂźhrt. Zudem entstanden bis 1985 in der Lychener StraĂe 377 Wohnungen und ein Kindergarten mit 216 Plätzen. 1984 wurde im Ortsteil Postheim am LĂźbbesee das FDGB-Erholungsheim Friedrich Engels erĂśffnet. Es heiĂt seit 2010 AHORN Seehotel Templin und ist das grĂśĂte Hotel Brandenburgs.
1985 erhielt die Stadt den Titel staatlich anerkannter Erholungsort. 1989 wurde der Lehmann-Garten (Botanischer Garten von 1912 am ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium) wieder erĂśffnet.
Seit 1990
Nach der Wende und friedlichen Revolution in der DDR und der Deutschen Wiedervereinigung brachte die Umstellung auf die Marktwirtschaft die meisten Betriebe in Templin in groĂe Schwierigkeiten. Es kam zu drastischen ProduktionsrĂźckgängen, BetriebsschlieĂungen und hoher Arbeitslosigkeit. Das wurde in den folgenden Jahren Schritt fĂźr Schritt durch Wieder- und Neuanfang kleinerer privater Betriebe aufgefangen.
1995 wurde die Rehabilitationsklinik Uckermark gebaut, die 2006 wegen Insolvenz geschlossen wurde. 2000 wurde die Naturtherme Templin (die Wärme des Wassers ist natßrlich, die Grotte kßnstlich) in Betrieb genommen und am 22. Dezember 2006, nach achtmonatiger Renovierung, wiedererÜffnet.
Auf Basis des Brandenburgischem Kurortegesetz (BbgKOG) vom 14. Februar 1994 erhielt Templin am 17. Juli 1998 erneut unbefristet den Status als staatlich anerkannter Erholungsort,cite-ref-11[11] am 11. November 2000 wurde die Stadt staatlich anerkannter Kurort mit der Artbezeichnung Thermalsoleheilbad.cite-ref-12[12]
Von Mai bis Oktober 2004 fanden in der KantstraĂe im Zuge der Verlegung von Versorgungsleitungen archäologische Untersuchungen statt, die eine Vielzahl von Befunden und Funden zur Stadtgeschichte erbrachten. Entlang der Maria-Magdalenen-Kirche wurde der alte Stadtfriedhof auf einer Länge von ungefähr 90 m in einer etwa 1,5 m breiten Trasse erfasst. Der Kirchplatz hatte seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Stadtfriedhof gedient. Bei den Grabungsarbeiten wurden 254 Gräber erfasst, die aufgrund einiger Mehrfachbestattungen 276 Skelette enthielten. Die Gräber lagen in 3 bis 4 Lagen Ăźbereinander. Von der intensiven Nutzung des Friedhofs zeugten zahlreich aufgefundene Streuknochen und gestĂśrte Gräber. Die Skelette wurden von der Anthropologin Bettina Jungklaus untersucht.cite-ref-13[13]cite-ref-14[14] Särge wurden bei 56 % der Bestattungen verwendet. Die Ăźbrigen Verstorbenen wurden in ein Leichentuch gehĂźllt zur letzten Ruhe gebettet. Bei einigen Gräbern handelte es sich um Mehrfachbestattungen mit bis zu drei Individuen. In einem Fall lagen zwei ältere Frauen mit einem in Bauchlage bestatteten 2- bis 3-jährigen Jungen in einem Grab. In vier Gräbern fanden sich jeweils eine Frau und ein kleines Kind, bei denen es sich um die Mutter mit ihrem Kind handeln kĂśnnte. Ein besonderer Fund war eine hochschwanger verstorbene Frau, die vermutlich während der Geburt starb, da sich das Kind in SteiĂlage befand.
Am 25. März 2006 erhielt ein ICE-Zug der Deutschen Bahn den Namen Templin.
Die âKirche des Fliegenden Spaghettimonsters Berlin-Brandenburgâ wurde 2006 als eingetragener Verein in Templin gegrĂźndet. Später Ăśffnete sich der Verein bundesweit und wurde zur âKirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e. V.âcite-ref-15[15] Der Verein wurde 2012 wegen FĂśrderung religiĂśser Zwecke als gemeinnĂźtzige KĂśrperschaft anerkannt.cite-ref-16[16] In dem weltweit rezipierten Dokumentarfilm I, Pastafari: A Flying Spaghetti Monster Story aus dem Jahr 2019 werden die Aktivitäten dargestellt.cite-ref-17[17] 2021 erhielt er von der Stadt Templin die Berechtigung, an den Ortseingängen von Templin Schilder aufzustellen, die auf den Tag und die Uhrzeit der wĂśchentlichen Nudelmesse hinweisen.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]
Im Jahr 2014 wurde das ehemalige Ferienheim abgerissen.
Verwaltungsgeschichte
19. Jahrhundert bis Ende des 20. Jahrhunderts
Im März 1816 wurde der Landkreis Templin aus Teilen der Uckermark, des Ruppinschen Kreises und des Glien-LĂśwenbergischen Kreises neu gebildet, am 1. April 1817 wurde Templin Kreisstadt. Sie lag bis 1947 im Regierungsbezirk Potsdam der preuĂischen Provinz Brandenburg, 1947â1952 im Land Brandenburg. 1952â1990 gehĂśrte der Kreis Templin zum DDR-Bezirk Neubrandenburg, dann wieder zum Land Brandenburg. Seit der Kreisreform im Jahr 1993 gehĂśrt Templin zum Landkreis Uckermark.
Seit 1849 bestanden in PreuĂen Kreisgerichte. Das Kreisgericht Templin war dem Kammergericht nachgeordnet. Im Rahmen der Reichsjustizgesetze wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Von 1879 bis 1952 bestand dann das Amtsgericht Templin und 1952 bis 1993 das Kreisgericht Templin.
eingemeindungen
Eingemeindungen
Am 1. Januar 1957 wurde Ahrensdorf eingemeindet. Am 1. Oktober 1961 wurde der Ort jedoch nach Milmersdorf umgegliedert. Mit Wirkung vom 1. Juli 1993 erfolgte die endgĂźltige Zuordnung zu Templin.cite-ref-ahrensdorf-20-0[20]
Im Rahmen der Gemeindegebietsreform in Brandenburg wurden am 26. Oktober 2003 Beutel, Densow, Gandenitz, Gollin, GroĂ DĂślln, Grunewald, Hammelspring, Herzfelde, Klosterwalde, Petznick, RĂśddelin, Storkow und Vietmannsdorf eingemeindet.cite-ref-21[21] Das Amt Templin-Land wurde aufgelĂśst.
BevĂślkerungsentwicklung
Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Der starke BevÜlkerungszuwachs 2005 ist auf die Eingemeindung von 13 ehemals selbstständigen Gemeinden im Jahr 2003 zurßckzufßhren.
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung von Templin besteht aus 28 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen BĂźrgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 fĂźhrte bei einer Wahlbeteiligung von 67,9 % zu folgendem Ergebnis:cite-ref-25[25]
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 [ 26 ] | Sitze 2019 | | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| AfD | 15,9 % | 5 | | 25,0 % | 7 |
| CDU | 16,8 % | 5 | | 21,7 % | 6 |
| SPD | 18,3 % | 5 | | 13,4 % | 4 |
| Wählergruppe Uckermärker Heide | 12,1 % | 3 | | 0 9,9 % | 3 |
| BĂźrgerbĂźndnis Uckermark fĂźr Vernunft und Gerechtigkeit (BfVG) | â | â | | 0 8,6 % | 2 |
| Die Linke | 15,7 % | 4 | | 0 8,5 % | 2 |
| BĂźndnis 90/Die GrĂźnen | 10,6 % | 3 | | 0 5,2 % | 1 |
| Wählergemeinschaft den Bßrgern verpflichtet (WBv) | 0 6,3 % | 2 | | 0 3,2 % | 1 |
| FDP | 0 3,2 % | 1 | | 0 1,8 % | 1 |
| Die PARTEI | â | â | | 0 1,8 % | 1 |
| Einzelbewerber Peter Hinz | â | â | | 0 0,8 % | â |
| Einzelbewerber Andreas Wolk | 0 1,1 % | â | | â | â |
| Insgesamt | 100 % | 28 | | 100 % | 28 |
BĂźrgermeister
⢠1990â2010: Ulrich Schoeneich (SPD, ab 2005 parteilos)cite-ref-27[27]
⢠2010â2024: Detlef Tabbert (Die Linke, ab 2024 BSW)
⢠seit 2025: Christian Hartphiel (SPD)
In der Stichwahl am 14. März 2010 wurde Tabbert mit 63,4 % der gßltigen Stimmen zum Bßrgermeister gewählt. In der Bßrgermeisterwahl am 14. Januar 2018 wurde er mit 61,1 % der gßltigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.cite-ref-28[28] Durch die Ernennung zum Minister fßr Infrastruktur und Landesplanung im Kabinett Woidke IV am 11. Dezember 2024 erlosch Tabberts Amt vorzeitig.cite-ref-29[29]
Wappen
Flagge
âDie Flagge ist Rot â WeiĂ (1:2) gestreift (Hissflagge: Streifen senkrecht verlaufend, Banner: Streifen waagerecht verlaufend) und mittig im roten Feld mit dem Stadtwappen belegt.â
Dienstsiegel
Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Stadt mit der Umschrift STADT TEMPLIN ⢠LANDKREIS UCKERMARK.
Städtepartnerschaften
â
Hauptartikel
:
Gemeindepartnerschaft
⢠Deutschland0Bad Lippspringe in Nordrhein-Westfalen seit 1990
⢠Polen0PoĹczyn-ZdrĂłj (dt.: Bad Polzin) in Polen seit 1997
Bauwerke und Kultur
Ăberblick
Siehe auch
:
Liste der Baudenkmale in Templin
⢠St.-Maria-Magdalenen-Kirche (dreischiffiger Hallenbau des Barock, 18. Jahrhundert)
⢠Altstadt mit barockem Rathaus und Fachwerkhäusern
⢠Joachimsthalsches Gymnasium mit Lehmann-Garten (ab 1912 bis zu seiner endgßltigen AuflÜsung 1953; das Gebäude am Stadtsee ist noch vorhanden)
⢠Fachwerkkirche Kirchlein im Grßnen in Alt Placht (Templin-Densow), um 1700 als Gutskapelle erbaut, ab 1993 restauriert, u. a. gefÜrdert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
⢠Dorfkirche Annenwalde (Templin-Densow), 1833 vom Bauinspektor Hermann aus Zehdenick nach dem Muster der Normalkirche Schinkels erbaut, wobei die Pläne von Karl Friedrich Schinkel revidiert wurden.
⢠Gedenkstein von 1946/1947 am Ende der DorfstraĂe des Ortsteils GroĂ Väter fĂźr die Opfer des Faschismus, aus einem Relikt von GĂśrings Landsitz Carinhall umgestaltet
⢠VVN-Ehrenmal von 1961 fĂźr antifaschistische Widerstandskämpfer in der Templiner BahnhofstraĂe
⢠Gedenkstein auf dem HĂźgel hinter dem Kaufhaus fĂźr BedĂźrftige an der BahnhofstraĂe zur Erinnerung an den zerstĂśrten JĂźdischen Friedhof von Templin
⢠Thälmann-Ehrenmal an der Prenzlauer Allee vor dem Stadtbad zum Gedenken an den im KZ Buchenwald ermordeten KPD-Vorsitzenden
⢠Akzisehaus
⢠Alte Mßhle Templin, ehemalige Wassermßhle
⢠Der 2020 in Templin errichtete Evolutionsweg ist eine Wegstrecke mit 20 erläuternden Tafeln, deren Anfangspunkt den Beginn der Evolution symbolisiert; der Endpunkt des Weges steht dann symbolisch fßr das Auftreten des Homo sapiens.
⢠Ein Baumdenkmal fßr die Deutsche Einheit befindet sich im Ortsteil Reiersdorf westlich der Waldschule. Es wurde anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung am 24. April 2015 von Bßrgermeister Detlef Tabbert, OberfÜrsterin Heidrun Koch und Kita-Kindern aus Milmersdorf und Joachimsthal gepflanzt. Zum Ensemble gehÜren ein Findling mit Schild und zwei Bänke.cite-ref-ebtemplin1-34-0[34]
Mittelalterliche Wehranlage
Zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gehÜren eine vollständig erhaltene 1.735 Meter lange und bis zu sieben Meter hohe Stadtmauer mit Tßrmen, Stadttoren und 50 Wiekhäusern; darunter das Berliner Tor, das Prenzlauer Tor, das Mßhlentor und der Pulverturm.
Stadtmauer
Templin verfĂźgte durch den Templiner See mit seinem Abfluss von mehreren Seiten Ăźber einen natĂźrlichen Schutz vor Angreifern. Anfangs ergänzten hĂślzerne, von Wall und Graben umgebene Palisaden die Verteidigung. Um 1300 wurde der natĂźrliche Schutzwall aus Wasser, Sumpf und Wald durch tiefe Gräben und eine Wehranlage aus Feldsteinen ergänzt. Damit verschwanden StĂźck fĂźr StĂźck die Palisadenzäune. Der Bau der Befestigung dauerte 100 Jahre. Nach ihrer Fertigstellung war der unregelmäĂig eifĂśrmige Mauerring 1.735 Meter lang.
Das 1,80 m tiefe und bis zu 2 m breite Fundament besteht aus ohne MĂśrtel geschichteten Feldsteinen. Die Mauer ist 6 bis 7 m hoch, am FuĂ 1,20 bis 1,40 m und an der Krone etwa 80 cm breit. Die Steine sind sorgfältig geschichtet. eine Reihe von groĂen Steinen wurde mit einer Reihe faust- bis kopfgroĂen Steinen ausgeglichen. Es gab keine Zinnen und keinen Wehrgang. Deren Aufgaben Ăźbernahmen die Wiekhäuser. Die Wieken gaben der Mauer zudem zusätzliche Stabilität. Alle 25 bis 30 Meter waren die halbrunden, nach auĂen vorspringenden Wiekhäuser in die Feldsteinmauer eingebaut. UrsprĂźnglich gab es 54 Wiekhäuser. Davon sind 50 bis heute erhalten. Einige wurde jedoch verändert. Eine Besonderheit Templins ist die seltene halbrunde Form aller Wieken. Alle Wiekhäuser haben zu Stadt hin zwei Absätze zur Auflage von Balkendecken, von denen aus die Stadt verteidigt wurde. Sie waren nur Ăźber Leitern erreichbar. In den oberen Etagen befinden sich SchieĂscharten nach allen Seiten und nach unten, so dass es keine toten Winkel gab. Zwei Wieken wurden zu RundtĂźrmen umgebaut.
Der Eulenturm wurde im 14. Jahrhundert oder nach dem Stadtbrand von 1735 zum Rundturm umgebaut. Sein alter Name âHungerturmâ und die in sechs Metern HĂśhe liegende TĂźr verweisen auf seine Nutzung als Schuldgefängnis. Zugleich diente er als Beobachtungs- und Wehrturm, denn wegen des langen und stark gekrĂźmmten Bogens zwischen Prenzlauer Tor und Berliner Tor war das Gelände im SĂźdosten schwer zu Ăźberwachen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Eisenbahn
Die BahnhĂśfe Templin Stadt und Templin sowie der Haltepunkt Hammelspring der Bahnstrecke TemplinâLĂśwenberg liegen im Stadtgebiet. Die Strecke wird stĂźndlich von der Regionalbahnlinie RB 12 (TemplinâZehdenickâLĂśwenbergâOranienburgâBerlin-Ostkreuz) durch die NEB Betriebsgesellschaft mit Triebwagen der Baureihe 643 (Bombardier Talent) bedient. 2012 wurden beide Stationen modernisiert, die erneuerten Hausbahnsteige sind seitdem barrierefrei erreichbar.cite-ref-35[35]
Templin war einmal Kreuzungspunkt der Bahnstrecken LĂśwenberg (Mark)âPrenzlau und FĂźrstenberg/HavelâEberswalde. 1996 wurde die Bahnstrecke nach FĂźrstenberg/Havel fĂźr den Eisenbahnverkehr stillgelegt. Das Gleis diente bis 2021 als touristische Draisinenstrecke. Im Jahr 2000 wurde der Personenverkehr auf dem Abschnitt Templin StadtâPrenzlau eingestellt, und die Strecke in den folgenden Jahren stillgelegt und abgegebaut. 2006 endete der Reisezugverkehr auf dem Abschnitt TemplinâJoachimsthal, die Strecke blieb aber in Betrieb. Von Dezember 2018 bis Dezember 2022 erhielt Templin wieder eine direkte Zugverbindung nach Joachimsthal und Eberswaldecite-ref-36[36] mit der Regionalbahnlinie RB 63.
Omnibus
Der Üffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg erbracht. Folgende Verbindungen fßhren, betrieben von der Uckermärkische Verkehrsgesellschaft, ab Templin:
Von 1998 bis 2002 war die Benutzung des Üffentlichen Nahverkehrs kostenfrei. Seit 2003 kÜnnen mit einer Jahreskurkarte, welche 44 ⏠im Jahr 2018 kostet, die Busse innerhalb Templins ohne zusätzliches Ticket genutzt werden.cite-ref-37[37]
StraĂen
Durch den Ort fĂźhren die BundesstraĂe 109 zwischen Zehdenick und Prenzlau und die LandesstraĂe 23 zwischen Lychen und Joachimsthal. Rund 25 km Ăśstlich verläuft die Bundesautobahn 11 (BerlinâStettin), die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Pfingstberg und Joachimsthal.
Bildung
Von 1906 bis 1943 bestand in Templin eine Forstschule, an der angehende FĂśrster ausgebildet wurden.cite-ref-38[38]
Sport
Mit insgesamt 13 FuĂballmannschaften nimmt der SC Victoria 1914 Templin am Spielbetrieb auf Landesebene (Brandenburg) und Kreisebene (FuĂballkreis Westuckermark) teil.
Der MSC Templin richtet jährlich Moto-Cross Veranstaltungen auf regionaler (Landesmeisterschaften Berlin/Brandenburg) und bundesweiter Ebene (Deutsche Meisterschaften) aus. Die Moto-Cross Strecke âIm Kieferngrundâ befindet sich zwischen den Ortsteilen Knehden und Klosterwalde.
Am 6. Oktober 1979 fand im Templiner Stadion der Freundschaft vor 3.100 Zuschauern die erste Bestenermittlung im FrauenfuĂball in der DDR statt.
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
⢠Richard Kirstein (1844â1926), 1890 bis 1915 Pfarrer und Diakonus in Templin, EhrenbĂźrger seit 1916
⢠Hermann Wentzel (1856â1932), Kaufmann und Ratsherr in Templin, EhrenbĂźrger seit 1924
⢠Erna Taege-RĂśhnisch (1909â1998), Mundartschriftstellerin, EhrenbĂźrgerin seit 1993cite-ref-39[39]
⢠Angela Merkel (* 1954), Bundeskanzlerin von 2005 bis 2021, Ehrenbßrgerin seit 2018cite-ref-40[40]
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Prokop von Templin (1609â1680), Schriftsteller und Dichter geistlicher Lieder
⢠Martin Heinrich Fuhrmann (1669â1745), Kantor und Musiktheoretiker
⢠Joachim Heinrich RĂźhl (1730â1798), Geheimsekretär und Kassierer der Generaldomänenkasse in Berlin
⢠Gustav Gerlich (1810â1888), geboren auf Gut Neu Placht, Abgeordneter im Vorparlament von 1848 sowie im Reichstag
⢠Wilhelm John (1810â1881), Landschaftsmaler der DĂźsseldorfer Schule
⢠Edmund Hartnack (1826â1891), Optiker
⢠Elisabeth Halden (1841â1916), Kinderbuchautorin
⢠Karl Vollrath (1857â1915), Journalist und Mitglied des Reichstages (Deutsche Freisinnige Partei)
⢠Kurt GraĂhoff (1869â1952), Marineoffizier, Konteradmiral im Ersten Weltkrieg
⢠Charles Andresen (1902â1973), Politiker (CDU), Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung
⢠Wilhelm Wilcke (1885â1979), nationalsozialistisch belasteter Heimatmaler
⢠Walter Marschke (1899â1956), Landrat
⢠Hermann Neef (1904â1950), Politiker (NSDAP), ReichsbeamtenfĂźhrer
⢠Rudolf Georg Strey (1907â1988), deutsch-namibischer Botaniker und Landwirt
⢠Erna Taege-RĂśhnisch (1909â1998), geboren in Bebersee, Mundartschriftstellerin
⢠Gabriele Stammberger (1910â2005), Kommunistin, Verlagslektorin
⢠Werner Pusch (1913â1988), Politiker (SPD), 1953â1961 Mitglied des Bundestages
⢠Hanna Walz (1918â1997), Politikerin (CDU), 1969â1980 Mitglied des Bundestages
⢠Dorothea Binz (1920â1947), Oberaufseherin im KZ RavensbrĂźck, geboren in DĂźsterlake
⢠Kurt Hannemann (1923â2008), Politiker (CDU), Kultusminister in Schleswig-Holstein
⢠Hans-Georg Sumpf (1924â2007), Politiker (SED)
⢠Wolfgang Martens (1924â2000), Philologe
⢠Hans Mßncheberg (* 1929), Dramaturg, Schriftsteller, Fernseh- und Drehbuchautor
⢠Jan-Peters Janssen (1937â2017), Sportpsychologe
⢠Holde-Barbara Ulrich (* 1940), Journalistin und Autorin
⢠Jorge Stever (1940â2019), Maler und ObjektkĂźnstler
⢠Hartmut Palmer (* 1941), Journalist und politischer Korrespondent
⢠Karl-Christian Bergmann (* 1942), Pneumologe und Allergologe
⢠Burkhard Lachmann (* 1942), Pathophysiologe
⢠Margit Bendokat (* 1943), Schauspielerin
⢠Nikolaus Hensel (* 1943), Anwalt und Notar, Ehrensenator der Universität Tel Aviv
⢠Jßrgen Herrmann (* 1943), Rundfunkmoderator
⢠Angela Winkler (* 1944), Schauspielerin
⢠Eva Rubin (* 1945), Architektin
⢠Jutta Penndorf (* 1946), Kunsthistorikerin
⢠Manfred Kokot (* 1948), Leichtathlet, Olympiamedaillen-Gewinner
⢠Uwe Maroske (1951â2020), Bildhauer und Grafiker
⢠Roland Seidler (* 1951), Schauspieler
⢠Karl-Heinz Krßger (* 1953), Boxer
⢠Bodo Ihrke (* 1955), Politiker (* 1955), Landrat des Kreises Eberswalde
⢠Carola Stabe (* 1955), Bßrgerrechtlerin
⢠Brigitte GrieĂing (* 1956), KugelstoĂerin
⢠Angela Mßller (* 1959), Politikerin (SPD)
⢠Ronald Heynowski (* 1959), Archäologe
⢠Jutta Matuschek (* 1960), Politikerin (Die Linke, BSW), Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
⢠Detlef Tabbert (* 1960), Politiker (parteilos, BSW, Die Linke)
⢠Ralf Zank (* 1960), Posaunist
⢠Elke Stadeler (* 1961), Bßrgermeisterin von Strausberg (parteilos)
⢠Michael KÜller (* 1961), Radrennfahrer
⢠Andreas Otto (* 1962), Politiker (Bßndnis 90/Die Grßnen), Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
⢠Conny Sauermann (* 1965), Tischtennisspielerin
⢠Volker Mai (* 1966), Leichtathlet (Dreisprung)
⢠Christa Wiese (* 1967), Leichtathletin
⢠Wolfram KÜhler (* 1968), Politiker (CDU)
⢠Malte Philipp (* 1968), Segler
⢠Kerstin Meier (* 1975), Politikerin (Die Linke), Mitglied des Landtages Brandenburg
⢠Jan-Ulrich Weià (* 1975), Politiker (AfD)
⢠Henryk Wichmann (* 1977), Politiker (CDU), Abgeordneter im Landtag Brandenburg
⢠Rocco Kever (* 1979), Politiker (AfD)
⢠Melanie Frehse (* 1982), Inneneinrichterin und TV-Einrichtungsberaterin
⢠Josephine Teske (* 1986), Pastorin, Mitglied des Rates der EKD
⢠Tino Zimmermann (* 1990), Kßnstler und Fotograf
⢠Philipp Seidler (* 1991), Schauspieler
⢠Alexia Hauf (* 1998), Handballspielerin
⢠Zora Mßller (* 2010), Kinderdarstellerin
Mit Templin verbundene PersĂśnlichkeiten
⢠Friederike KrĂźger (1789â1848), Kämpferin in den Befreiungskriegen
⢠Robert Eitner (1832â1905), Musikwissenschaftler
⢠Gustav Lehmann (1853â1928), Pädagoge und Botaniker
⢠Minna Ostrowski (1897â1967), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
⢠Erna Taege-RĂśhnisch (1909â1998), Mundartschriftstellerin
⢠Horst Kasner (1926â2011), evangelischer Theologe, Leiter des Pastoralkollegs Templin, Vater der Bundeskanzlerin Angela Merkel
⢠Heinz Jankofsky (1935â2002), Karikaturist
⢠Klaus-Jßrgen Gundlach (* 1948), Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler
⢠Rßdiger Weida (* 1951), Bruder Spaghettus der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland, Satiriker und Aktionskßnstler
Literatur
⢠Peter Feist: Mittelalterliche Stadtansicht â Templin. Kai Homilius Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-931121-09-7.
⢠Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon fßr Brandenburg, Teil VIII, Uckermark. Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2.
⢠Walter Brandenburg: Chronik der Stadt Templin. Templin 1944 (6 Bände).
⢠Hans Phillip: Die Geschichte der Stadt Templin. Hans Kortes, Templin 1925, ISBN 978-3-89557-045-2.
⢠Martin Zeiller: Templin. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae (= Topographia Germaniae. Band 13). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1652, S. 115 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
Commons
: Templin
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Templin â Urlaubsregion, Thermalsoleheilbad, Seenlandschaft. In: templin.de. Abgerufen am 3. August 2021 (offizielle Website).
⢠Templiner Kreiskalender 1928â1942. In: opus4.kobv.de. Abgerufen am 3. August 2021
⢠Eintrag im Kommunalverzeichnis Brandenburg
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-bb-11. BevĂślkerungsstand im Land Brandenburg Dezember 2024 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, basierend auf dem Zensus 2022) (Hilfe dazu).
cite-note-hauptsatzung-22. â Hauptsatzung der Stadt Templin. (PDF; 50,67 kB) Ulrich Schoeneich, Hauptamtlicher BĂźrgermeister. In: daten.verwaltungsportal.de. 17. Dezember 2009, abgerufen am 25. Juli 2021.
cite-note-dienstleistungsportal-33. â Stadt Templin. In: service.brandenburg.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 2. April 2019; abgerufen am 25. Juli 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/service.brandenburg.de
cite-note-44. â Der Landschleicher â Netzow. In: rbb-online.de. Abgerufen am 3. August 2021.
cite-note-eichler-walther-55. â Ernst Eichler, Hans Walther: Städtenamenbuch der DDR. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, ISBN 3-323-00007-2.
cite-note-1-66. â Fremdenverkehrsverein Templin e. V. (Hrsg.): Stadtchronik Templin. Templin (erworben 2006).
cite-note-77. â Prenzlauer Stadtlexikon und Geschichte in Daten. In: Uckermärkischer Geschichtsverein zu Prenzlau e. V. (Hrsg.): Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau e. V. Band 7. Prenzlau 2005, ISBN 3-934677-17-7, S. 227 (uckermaerkischer-geschichtsverein.de [PDF; 4,2 MB; abgerufen am 25. Juli 2021]).
cite-note-88. â Templin (Galerie) â Galerie BRB â Architekturforum Architectura Pro Homine. In: stadtbild-deutschland.org. Abgerufen am 25. Juli 2021.
cite-note-99. â Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-BehĂśrden vom 30. April 1815. In: Gesetz-Sammlung fĂźr die kĂśniglichen PreuĂischen Staaten, Nr. 9 vom 8. Juli 1815, S. 85 ff., Digitalisat und weitere Informationen im Internet-Portal âWestfälische Geschichteâ.
cite-note-1010. â GĂśtz Eckardt (Hrsg.): Schicksale deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg. Eine Dokumentation der Schäden und Totalverluste auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1980, S. 134.
cite-note-1111. â Staatliche Anerkennung von Erholungsorten. In: Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg (Hrsg.): Amtsblatt fĂźr Brandenburg. 9. Jahrgang, Nr. 34. Potsdam 26. August 1998, S. 740 (20 S., brandenburg.de [PDF; abgerufen am 4. Januar 2026]).
cite-note-1212. â Staatliche Anerkennung von Kurorten. In: Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg (Hrsg.): Amtsblatt fĂźr Brandenburg. 12. Jahrgang, Nr. 4. Potsdam 24. Januar 2001, S. 82 (16 S., brandenburg.de [PDF; abgerufen am 4. Januar 2026]).
cite-note-1313. â Templin, St. Maria-Magdalenen-Kirche. In: anthropologie-jungklaus.de. Anthropologie-BĂźro GbR, abgerufen am 25. Juli 2021.
cite-note-1414. â Bettina Jungklaus: Der mittelalterliche bis frĂźhneuzeitliche Friedhof der St. Maria-Magdalenen-Kirche, Templin. In: Templiner Heimatklub (Hrsg.): Templiner Heimatkalender 2007. Schibri Verlag, 2006, ISBN 3-937895-39-6, S. 100â102.
cite-note-1515. â Mirko Zuch: Templin â Urlaubsregion, Thermalsoleheilbad, Seenlandschaft, Stadtmauer | Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e. V. Abgerufen am 5. November 2021.
cite-note-1616. â Freistellungsbescheid des Finanzamts AngermĂźnde. (PDF; 1,34 MB) In: pastafari.eu. 30. Oktober 2019, abgerufen am 25. Juli 2021.
cite-note-1717. â Jon Henley: Documentary follows Pastafarians as they strain for recognition. In: theguardian.com. 18. September 2019, abgerufen am 5. November 2021 (englisch).
cite-note-1818. â Mathias Hausding: Posse um âNudelmesseâ erreicht Landtag. In: Märkische Oderzeitung. 15. Januar 2015, archiviert vom Original; abgerufen am 3. Oktober 2022.
cite-note-1919. â Fliegendes Spaghettimonster: Wendung Schilderstreit in Templin â Warum die Pastafari nun fĂźr ihre âNudelmessenâ werben dĂźrfen. In: MOZ. 2. November 2021, abgerufen am 5. November 2021.
cite-note-ahrensdorf-2020. â Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder).
cite-note-2121. â Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2003
cite-note-2222. â Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. In: Landesbetrieb fĂźr Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg Dezernat BevĂślkerung (Hrsg.): Beitrag zur Statistik. Nr. 19.15. Potsdam Dezember 2006, S. 30â33 (statistik-berlin-brandenburg.de [PDF; 376 kB; abgerufen am 25. Juli 2021]).
cite-note-2323. â BevĂślkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2019 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7. (XLSX; 193 kB) In: www.statistik-berlin-brandenburg.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 14. August 2020; abgerufen am 25. Juli 2021.
cite-note-2424. â Amt fĂźr Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. BevĂślkerungsentwicklung und BevĂślkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
cite-note-2525. â Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
cite-note-262. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
cite-note-2727. â Thorsten Metzner: Porträt Ulrich Schoeneich: Ich kenne keine rechte Szene â Meinung â Tagesspiegel. In: tagesspiegel.de. 16. August 2008, abgerufen am 25. Juli 2021.
cite-note-2828. â Ergebnis der BĂźrgermeisterwahl am 14. Januar 2018
cite-note-2929. â Sigrid Werner: Templiner BĂźrgermeister jetzt Minister in Potsdam: Das will er bewirken. In: Nordkurier. 11. Dezember 2024, abgerufen am 11. Dezember 2024.
cite-note-3030. â Ergebnis der BĂźrgermeisterstichwahl am 4. Mai 2025
cite-note-3131. â Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
cite-note-wappen-323. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
cite-note-334. Karlheinz Blaschke, Gerhard Kehrer, Heinz Machatscheck: Lexikon â Städte und Wappen der Deutschen Demokratischen Republik. Hrsg.: Heinz GĂśschel. 1. Auflage. VEB Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1979, S. 439/440.
cite-note-ebtemplin1-3434. â Uwe Werner: Hier wächst ein lebendes Denkmal heran. In: Nordkurier, 24. April 2015, abgerufen am 10. Juli 2024.
cite-note-3535. â Templiner Bahnstationen mit neuen Hausbahnsteigen. Deutsche Bahn AG, 8. Mai 2012, abgerufen am 23. November 2015.
cite-note-3636. â Ohne Umstieg direkt nach Eberswalde. In: Märkische Oderzeitung. 14. November 2018 (moz.de).
cite-note-3737. â Kurkarte. TMT Tourismus-Marketing Templin GmbH, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 21. April 2018; abgerufen am 20. April 2018.
cite-note-3838. â Bruno Oelmann: Meine allerschĂśnste Wanderfahrt. Chronik des Haardwaldes. Verlag Rudolf Winkelmann, Recklinghausen 2000, ISBN 3-921052-75-0, S. 117.
cite-note-3939. â EhrenbĂźrgerbrief im Museum fĂźr Stadtgeschichte Templin
cite-note-4040. â Stadtvertreter beschlieĂen: Angela Merkel wird EhrenbĂźrgerin von Templin | Nordkurier.de. 27. Juni 2018 (nordkurier.de [abgerufen am 29. Juni 2018]).